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Ella Lüttich-Etzrodt

Ella Lüttich-Etzrodt 1907-32


„Aber ich will so Frida sein, wie Ella Ella war. „
zitiert aus dem Tagebuch von Frieda Löber vom 23. 03.1932, 16 Tage nach Ellas überraschendem Tod

„Das Rad quälte sich etwas müde. Aber im Wald war es sehr schön, doch ich war sehr traurig. Lange war ich am Grab, säend, gießend, verpflanzend, dann fuhr ich wieder zu den Wäldern, verirrte mich und kam spät heim…“
zitiert aus dem Tagebuch von Frieda Löber vom 09. 05.1932

 
22.05.1907    wird Ella Lüttich in Höhnstedt bei Eisleben als viertes von sieben Kindern geboren.
 

1913    zieht die Familie nach Halle/Saale um. Vater Franz handelt mit Pferden, ist künstlerisch begabt, aber charakterlich schwierig, Mutter Sidonie bodenständig, Halt der großen Familie.
Die bereits als Kind eigenwillige Ella ist vielseitig begabt, spielt Bratsche und Klavier, kennt sich aber genauso gut mit Pferden aus. Die Brüder reiten Turniere mit.

um 1924   verlässt sie die Familie, geht als Haustochter zur angesehenen Familie des Pastors Löber nach Ilmenau, um in einem anderen angesehenen Haushalt etwas über Haushaltsführung zu lernen, aber auch, um das begehrte Studium der Malerei an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein, die sie im Vergleich zum Weimarer Bauhaus berechtigt als zu dieser Zeit kreativer einschätzt, auch selbst mit finanzieren zu können.
Für die hörgeschädigte, lebensfremde jüngere Schwester Frida, ebenfalls künstlerisch hoch begabt, ist die pragmatische, pathoslose, verlässliche, nur 3 Jahre ältere Ella Mutterersatz und Beraterin.
 

1925    lernt Ella den 5 Jahre älteren Karl Etzrodt, der in Halle an der Universität Mathematik u. Physik studiert, kennen und lieben.
 

1927    holt Ella ihre Schwester Frida an die Kunstgewerbeschule nach. Beide sind Schülerinnen der Malklasse von Prof. Erwin Hahs.
 

 

1925 - 29   Jahre intensiver gemeinsamer Wanderungen und Reisen (Riesengebirge, Harz, Dresden, Wien 1929), auch teils langer Bootsfahrten mit dem eigenen, liebevoll und sachverständig von Ella gepflegten Boot folgen. Oft sind Frida, Karls jüngerer Bruder Adalbert, wohl unglücklich in Frida verliebt, später auch Wilhelm Löber mit von der Partie. Zahlreiche Zeichnungen und malerische Arbeiten, vor allem Pastelle und Aquarelle beider Schwestern von bereits erstaunlicher Qualität legen davon Zeugnis ab.

1929   Im März verloben sich Ella und Karl, der inzwischen bei Siemens in Berlin arbeitet; im Mai folgt sie, vor allem wegen der Vermittlung eines Arbeitsangebotes durch eine Freundin (Bemalung seidener Lampenschirme). Am 14. Dezember heiraten sie in Halle, wo sie seit September bis zur Hochzeit wieder lebt.

 

1930/31   Frida ist oft zu Besuch bei Ella; ihre Tagebücher zeugen von den vielfältigen persönlichen und künstlerischen Verbindungen, aber auch von der fast lebensnotwendigen Bindung an die ältere, um so vieles reifere Schwester, die sich mehr der Malerei widmen möchte als möglich ist.
Ella u. Karl unternehmen Studienreisen nach Holland, Paris. Ella kopiert - z. B. Rubens u. F. Hals - zeichnet u. malt wieder in verschiedenen Techniken. Zahlreiche Porträts entstehen.

07.03.1932   Ella stirbt völlig unerwartet bei der Geburt des ersten Kindes an nicht erkannter Eklampsie - ein traumatischer Schock für die Zurückgebliebenen.
Tagebuch Frida L. Febr. 1932: „Ella ist jetzt die Wichtigkeit… Auf kleine Menschen freue ich mich.“
Tagebucheintrag 07. März: „Wie anders jetzt: Am 7. März, 11.30 mittags erhoben sich die vereinten Seelen Ella u. Kind in das andere größere Reich…Sie ist jetzt zugleich über vielen u. hilft u. rät Gutes.“

09.04. - 07.05.1933   Organisiert von Frida u. Wilhelm Löber, dem Ehemann Karl Etzrodt sowie den Lehrern an der Burg, werden in der Berliner Galerie Gurlitt in einer Gedächtnisausstellung mind. 50 Arbeiten von Ella gezeigt, dazu zahlreiche Frühwerke von Wilhelm L. und Emailarbeiten von Frida L.

Aus dem Nachruf Ch. Crodels:
„Denn Ella Lüttich….wollte und mußte etwas künstlerisch aussprechen…. Sie malte – selber einfach im schönen Sinne - einfache Dinge, Blumen, Landschaften, Menschen, die ihr nahe standen.“


Erstmalig werden im Dornenhaus in einer Werkschau Arbeiten verschiedenster Techniken u. Sujets aus dem weit gestreuten Nachlass Ella Lüttich-Etzrodts in Verbindung mit dem Frühwerk ihrer Schwester Frida Löber gezeigt, auch das nahezu vollständig zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.